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Lissabon

separee
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Elisa Alba

Ein Zimmer im Hotel, erster Stock. Das bodentiefe Fenster steht ein wenig offen und eine leichte Brise weht Gespräche von draußen herein. Durch die Holzlamellen des Klappladens wirft der Vorabend sein warmes Licht in das Zimmer.

Der Flug, der Bus, der Weg, unsere gespannte Erregung. Auf dem Weg die Fragen, was wird kommen? Ich streife deinen Arm, laufe neben dir her und rede und bin nicht klug.mDer Pensionswirt schließt unser Zimmer auf, gibt uns unsere Schlüssel und zieht sich zurück. Was weiß er schon? Viel erlebt.

Wir schauen uns an. Du lehnst mich sanft an die Wand. Nimmst meine Hände gestreckt über mich und hältst sie über meinem Kopf fest. Zärtlich beginnst du mich so zu küssen. Langsam und immer mehr. Endlich, endlich, befreit sich aus meinem Schoss die Schlange der Erregung und steigt hinauf in meinen Körper. Ich erwidere dich und unsere Münder verbindet unser Verlangen. An meinem inneren Oberarm fährst du mit deinen Fingern hinunter. Ich blicke in deine braunen Augen, so tief, so wartend. Alles darf in Zeitlupe geschehen. Vorsichtig streifst du die Bluse über meinen Kopf und fährst mir durch die Haare. Sanft lüfte ich dein T-Shirt und befreie dich. Meine Fingerkuppen fahren über deine Oberarmmuskeln. Zeit, anschauen, versenken in der Lust, schwer atmen.

Du hebst mich hoch und trägst mich zum Bett. Vorsichtig bettest du mich auf dem weißen Laken nieder und küsst mich mit heißem Atem. Ich kenne deine Vorfreude. Entkleide mich, bis ich nur noch vom warmen Abendlicht umschienen bin. Offen, dir zugewandt liege ich und sage „dies Bild war immer in meinem Kopf“. Ich beobachte dich während du deine Hose abstreifst und bin so feucht zwischen meinen Beinen, bereit, dich aufzunehmen.

„Möchtest du?“ Deine Konturen zeichne ich im Gesicht nach und versinke in deinem Augenschein. Endlich darf ich alles.
Langsam beugst du dich über mich und ich nehme deine heißen Küsse auf. Vom Gesicht über meine aufgerichteten Brustwarzen. Zerflossen liege ich vor dir. Ich weiß nicht, was ich jetzt lieber mag, dass du in mich eindringst oder ob deine Finger mich über meine Brüste bis zwischen den Beinen suchen. Ich glaube, ich mag’s, wenn Deine Zunge mich umspielt und deine Finger in meinen feuchten Schoß tauchen. Ich stöhne auf, ich will dich, ich begehre dich und sehe nur noch dich. Du kommst über mich und langsam dringst du in mich ein, füllst mich aus mit deiner Männlichkeit. Ich blicke dich an und versinke in dir. Bewege dich, mein Liebhaber. Im vereinten Rhythmus bewegen wir uns, der nur uns bestimmt ist. Ich denke nichts mehr, ich sehe nichts mehr, ich reite auf den Wellen mit dir. Ich mag kein Ende und kann es doch kaum erwarten. Lustvoll stöhnst du und packst mich unter meinen Hüften. Unser Schweiß fließt ineinander. Im Aufbäumen lösen wir uns auf im Nichts, Welle um Welle.

Umklammernd, festhaltend sinken wir in die weißen Laken zurück, nass aneinandergeschmiegt. Kein Platz für Worte. Nur sein im anderen.

Dann, du schaust mich an und fragst „Was fühlst du?“. „In Worten bin ich nicht gut“, antworte ich, „lies in meinen Augen und du weißt es“. Ich drehe dich um und fahre dein Tattoo mit den Fingern nach.
Lissabon.

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